Re-Cap Dachdeckertag: Impulse für das Arbeiten 2030 und Einblicke in die Digitalisierung im Dachdecker-Handwerk

Re-Cap Dachdeckertag: Impulse für das Arbeiten 2030 und Einblicke in die Digitalisierung im Dachdecker-Handwerk

von Frederike Pollner (Kommentare: 0)

Eröffnung des 3. Deutschen Dachdeckertages

Vom 13. Bis 15. März zog es in diesem Jahr das Marketing und Vertriebsteam von DS Digitale Seiten ins schöne Bonn zum 3. Deutschen Dachdeckertag. Die Branchenveranstaltung wird immer im Wechsel mit der Dach+Holz als Leitmesse für das Dachdeckerhandwerk vom ZVDH (Zentralverband des deutschen Dachdeckerhandwerks) ausgerichtet. Für DS und das Team von Dachdecker.com war es das erste Mal als aktiver Teilnehmer.

Am 14.03. durfte unser Team an allen Vorträgen teilnehmen, die auf der Bühne des Konferenzsaals im Maritim Hotel Bonn stattfanden. Es ging los mit einem Impulsreferat von Dr. Leon Windscheid zum Thema Zurück ins Hirn: Warum die Zukunft der Arbeit in der Vergangenheit liegt. Dr. Windscheid hat im Jahr 2015 bei Günther Jauch die Million gewonnen hat und danach ein Schiff als Location für kulturelle Veranstaltungen gekauft und betreibt dieses auch weiterhin. Sein Lieblingsthema, indem er inzwischen auch promoviert hat, ist aber nach wie vor die Psychologie. An verschiedenen Beispielen zeigte er eindrucksvoll, wie sehr unser Gehirn noch in den Zeiten der Neanderthaler verwurzelt ist.

Was sehen Sie: Eine weibliche Form oder zwei Strichmännchen, die Flamenco tanzen?

Doch warum ist das für die Zukunft der Arbeit wichtig? Arbeitsprozesse werden immer mehr automatisiert – dabei werden Maschinen immer besser und finden oftmals sogar bessere und schnellere Lösungen als das menschliche Gehirn. Aber was können Maschinen nicht und werden es nie können? Empathie und Einfühlungsvermögen. Aus diesem Grund ist es viel wichtiger, dass unsere Kinder in der Lage sind, ihre Gefühle auszudrücken und diese auch bei anderen zu erkennen, als ihnen eine perfekte Ausbildung mitzugeben. Denn diese Fähigkeit werden sie Maschinen immer voraushaben.

Das war nur einer von vielen Impulsen, die uns der Vortrag von Dr. Windscheid mitgegeben hat. Ein sehr interessanter Vortrag, der einen flotten Einstieg in die Konferenz gab. Es folgte die Präsentation der einzelnen anwesenden Unternehmen auf der Bühne. Jeder Teilnehmer hatte genau 2 Minuten Zeit, um sein Geschäftsmodell möglichst packend vorzustellen.

DS-Vertriebsleiter Jan Peterssen auf der Bühne

Für uns war unser Vertriebsleiter Jan Peterssen auf der Bühne und hat unser Innungsportal Dachdecker.com kurz und knapp vorgestellt.

Bei den Produkten war von allem was dabei: von der Drohne, die das Aufmaß nimmt, bis zur App, die dabei hilft, Materialreste gewinnbringend weiter zu verkaufen. 13 Teilnehmer stellten ihre Produkte zum Thema Digitalisierung vor und waren dann in der folgenden Mittagspause auch im Foyer mit Ständen vertreten.

Es folgte ein Vortrag des ZVDH Vizepräsidenten Michael Zimmermann mit dem Thema „Ipad oder Schieferhammer: Ist das die Frage?“. Kernstück des Vortrags waren die Ergebnisse einer Online Umfrage zum Thema Digitalisierung unter allen Mitgliedsbetrieben der Dachdeckerinnungen des ZVDH. Interessant war hier, dass Kundenportale durchaus von den Betrieben genutzt werden – und hier war Dachdecker.com sogar weit vorne. Allerdings nutzen auch über die Hälfte der Betriebe keinerlei Kundenportale und planen es auch nicht in der Zukunft.

Hauptsächlich kommen digitale Instrumente bei den Betrieben im allgemeinen Tagesablauf zum Einsatz. Zum Beispiel bei Online Bestellvorgängen oder in digitalen Kundenakten. Auf die Frage, warum so wenig digitale Instrumente eingesetzt werden, kam überdurchschnittlich häufig die Antwort, dass die Betriebe keine echten Vorteile für den Betrieb in den angebotenen Lösungen sehen. Trotzdem hatten 80% der Befragten die Erwartung, dass Digitalisierung auch mit einer enormen Zeitersparnis einhergehen sollte.

Das Team von Dachdecker.com / DS Digitale Seiten

Für Dachdecker.com bedeutet dies, dass wir unser Produkt auf genau diese Bedürfnisse weiter anpassen sollten: Arbeitsabläufe optimieren, schnellere Abwicklung von Aufträgen und Zusatzleistungen bündeln, um Zeit zu sparen.

Es folgte eine prominent besetzte Diskussionsrunde zum Thema „Was bedeutet Digitalisierung fürs Dachdeckerhandwerk?“, die von der PR-Sprecherin des ZVDH Claudia Büttner moderiert wurde. Teilnehmer waren Michael Zimmermann (ZVDH Vizepräsident), Ulrich Marx (ZVDH Hauptgeschäftsführer), Thorsten Seidel (ZEDACH), Walter Pirk (Heinz Piest Institut) und die Geschwister Felix und Anne Moll vom Dachdeckerbetrieb Moll Bedachungen.

Fazit der regen Diskussion, war unter anderem, dass Handwerksleistungen auch in der Zukunft immer wertvoller werden. Denn diese Leistung kann, wie der Name schon sagt, nur mit den Händen ausgeführt werden und eben nicht digitalisiert werden. Aus diesem Grund ist es aber umso wichtiger, die Digitalisierung zuzulassen, um interne Prozesse zu optimieren. Ein erster Schritt ist hierbei, die genaue Analyse der innerbetrieblichen Abläufe. Erst dann kann entschieden werden, an welcher Stelle der Einsatz digitaler Instrumente sinnvoll ist und auch wirklich Zeitersparnis bringt. Weitere Kundenanfragen sind hingegen für die Betriebe zum jetzigen Zeitpunkt uninteressant. Vielmehr geht es momentan darum, sich die besten Aufträge aus dem Spektrum herauszusuchen, sich auf die Kernleistungen zu fokussieren und in dem besser zu werden, was derzeit schon angeboten wird.

Zum Abschluss des vollgepackten Vortragstages erfolgte noch ein Beitrag von André Büschkes, ZVDH Vizepräsident, zum Thema „Neue Wege in die Nachwuchswerbung: Social Media und Jugendbotschafter im Dachdeckerhandwerk“. Seit dem letzten Jahr arbeitet der ZVDH sehr erfolgreich mit einer Mediaagentur zusammen, die die neue Kampagne auf Dachdeckerdeinberuf.de auch zusätzlich mit Google Ads und Facebook Werbung unterstützt. Die Ergebnisse sind erfreulich: die Besucherzahlen auf Dachdeckerdeinberuf.de steigen, die Anzahl der Bewerbungen hat sich erhöht und die Kampagne erfreut sich einer deutlich höheren Bekanntheit. Zusätzlich setzt der ZVDH vermehrt auf sogenannte Jugendbotschafter. Dabei handelt es sich um junge Azubis, die über verschiedene Kanäle werbewirksam über ihren Arbeitsalltag berichten und aktuelle Projekte vorstellen.

Nach diesem letzten Vortrag wurden die Teilnehmer beim Verlassen des Konferenzsaales mit einem kühlen Kölsch erwartet und ließen im Anschluss den Tag bei einem gemeinsamen Abendessen im Restaurant des Maritim Hotels ausklingen.

Der zweite Tag der Konferenz stand vollständig im Zeichen der Delegiertenversammlung für die Mitglieder des ZVDH. Das Team von Dachdecker.com knüpfte währenddessen Kontakte mit den anderen Ausstellern für mögliche Kooperationen und fand die Zeit, sich mit dem ZVDH Team auszutauschen.

Alles in allem war es eine erfolgreiche Veranstaltung, die unserem Team viele Denkanstöße für das eigene Geschäftsmodell mitgegeben hat und neue Kontakte geschaffen hat. Verschiedene Termine sind jetzt schon ausgemacht worden für Anschlussgespräche und wir sind gespannt, was sich daraus ergibt.

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