Erfolgreiches Marketing auf Instagram – Schritt 1: Das gelungene Profil

Erfolgreiches Marketing auf Instagram – Schritt 1: Das gelungene Profil

von Celina Scherr (Kommentare: 0)

Seitdem am 16. Juli 2010 das erste Bild auf Instagram gepostet wurde, hat sich vieles geändert. Mittlerweile ist Instagram weit mehr als ein soziales Netzwerk, auf dem man Schnappschüsse von seinem Urlaub oder Essen mit seinen Freunden teilt. Klar, der Grundgedanke ist noch derselbe, allerdings ist Instagram mit 18 Millionen Nutzern allein in Deutschland eine ideale Werbeplattform, um neue Kunden oder potentielle Angestellte zu gewinnen. 60,4% aller Nutzer loggen sich täglich ein, was Instagram zur am zweit häufigsten genutzten Social-Media-Plattform nach Facebook macht.

Obwohl Instagram 2012 für eine Milliarde Dollar von Facebook gekauft wurde und sich vieles auf beiden Netzwerken ähnelt, sind die Instagram-Nutzer loyaler und interagieren meistens mehr mit den Inhalten als Facebook-Nutzer. Allein diese Tatsache macht Instagram zu einer der beliebtesten Werbeplattformen 2019. Es verwundert kaum, dass 90 % der Top 100 weltweiten Marken einen Instagram-Account besitzen und Instagram dieses Jahr vermutlich die 10 Milliarden Dollar Grenze mit Werbeeinnahmen knackt. Das Problem an Instagram ist allerdings die Schnelllebigkeit: Täglich werden mehr als 95 Millionen Posts geteilt, weshalb einzelne Beiträge schnell untergehen können. Damit auch Sie das Optimale aus Instagram ziehen können, haben wir für Sie eine Liste mit den wichtigsten Fakten, Tipps und Tricks zum Erstellen eines gelungenen Profils zusammengestellt.

#1 Der Name für das Profil

Die Erstellung eines Instagram-Profils beginnt mit der Auswahl eines geeigneten Namens. Im Idealfall sollte dies der reale Namen Ihres Unternehmens sein oder ihm zumindest stark ähneln, damit Nutzer Sie einfacher und schneller über die Suchfunktion finden können. Leider sind viele Nutzernamen bereits vergeben, weil Namen, welche einmal verwendet wurden, deren Profil jedoch nicht mehr existiert, nicht wieder von Instagram freigegeben werden. Es ist allerdings möglich, den Nutzernamen nach Erstellen des Profils in den Einstellungen zu ändern.

#2 Welche E-Mail-Adresse benutze ich zum Erstellen eines Instagram-Profils?

Über diese Frage sollten Sie einen Moment nachdenken, denn die E-Mail-Adresse lässt sich zwar im Nachhinein ändern; aber je mehr Sie schon bei der Erstellung beachten, desto weniger Aufwand haben Sie im Nachhinein. Die E-Mail-Adresse, welche Sie verwenden möchten, sollte täglich abgerufen werden, denn bei Firmen empfiehlt es sich, den E-Mail-Button zu aktivieren. Das heißt: unter Ihrer Biografie befindet sich ein Button, auf den Ihre potenziellen Kunden klicken können, um sich mit Ihnen in Kontakt zu setzten. Es wäre also von Nachteil, diese Funktion nicht zu nutzen. Sie sollten allerdings entsprechend darauf achten, dass dieses Postfach regelmäßig kontrolliert wird, um zeitnah auf Anfragen zu reagieren.

Beachten Sie an dieser Stelle: Jede E-Mail-Adresse darf nur für ein Profil verwendet werden. Falls Sie zwei Konten besitzen möchten (einen privaten und einen Firmen-Account), dann benötigen Sie auch zwei verschiedene E-Mail-Adressen.

#3 Das Profilbild

Es ist von Vorteil, ein eindeutiges Bild mit einem hohen Wiedererkennungsfaktor zu verwenden. Dafür eignet sich am besten Ihr Firmenlogo. Der Wiedererkennungsfaktor wird zudem erhöht, wenn Sie dasselbe Profilbild für Instagram verwenden wie für Facebook und Co.

#4 Die Biografie

Die Biografie, auch Steckbrief genannt, ist der wohl schwierigste Teil, wenn es um das Erstellen eines aussagekräftigen Instagram-Profils geht. Mit nur 150 Zeichen müssen Sie Ihren Followern und denen, die es noch werden sollen, vermitteln, wer Sie sind und wofür Sie stehen. Eine kurze und prägnante Beschreibung des eigenen Unternehmens ist hier also das A und O. Da Instagram vor allem visuell geprägt ist, sollte man darauf achten, dass die Beschreibung auch optisch beeindruckt und nicht nur inhaltlich überzeugt. Viele Instagram-Nutzer arbeiten deshalb gern mit Symbolen, um den Text aufzubrechen.

Des Weiteren bietet der Steckbrief die einzige Möglichkeit, einen klickbaren Link zu veröffentlichen, es sei denn, man hat mehr als 10.000 Abonnenten. Ist dies der Fall, kann man auch klickbare Links in die Stories posten. Für Unternehmen ist es empfehlenswert, an dieser Stelle in der Biografie einen Link zum Impressum zu veröffentlichen, da in Deutschland die Pflicht eines aussagekräftigen Impressums für Unternehmen besteht und das die einfachste Möglichkeit ist, dieser Pflicht nachzugehen. Es gibt jedoch noch eine andere Möglichkeit das Impressum auf dem eigenen Instagram-Profil zu veröffentlichen. Mehr dazu unter dem Punkt #5 Die Highlights.

Seit einiger Zeit ist es möglich, Hashtags und Verlinkungen in der Biografie anzugeben. Wie wichtig Hashtags bei Instagram sind und wie man sie am besten benutzt, wird in unserem nächsten Beitrag thematisiert. Es ist von Vorteil, ein paar passende Hashtags schon in die Biografie einzubauen, denn dadurch kann man sein Profil in einer Nische einordnen. Instagram nutzt zahlreiche Algorithmen, um seinen Nutzern Inhalte zu zeigen, welche diesen gefallen könnten. Je eindeutiger man sein eigenes Profil platziert, desto eher kann man den Algorithmus zum eigenen Vorteil nutzen. Durch präzise Hashtags in der Biografie kann man mehr Profilaufrufe bekommen und somit schneller Follower generieren. Des Weiteren sehen Profilbesucher gleich auf den ersten Blick, wo Sie sich selbst einordnen, und neigen eher dazu, einem Profil zu folgen.

#5 Die Highlights

Die Highlights bei Instagram befinden sich unter dem E-Mail-, Telefon-, und Wegbeschreibungs-Button (insofern man diese aktiviert hat). Sie stellen eine Möglichkeit dar, besonders schöne oder relevante Stories, welche man zuvor gepostet hat, erneut zu teilen. Der Vorteil: Stories, welche in den Highlights repostet wurden, verschwinden nicht nach 24 Stunden, sondern bleiben so lange in den Highlights, bis man sie löscht. Wie man ein Highlight erstellt, wird in einem folgenden Beitrag unserer Reihe „Tipps und Tricks für ein erfolgreiches Marketing auf Instagram“ thematisiert werden.

Die bereits angesprochene alternative Möglichkeit, das Impressum in das eigene Instagram-Profil einzubinden ist, das Impressum in den Highlights zu reposten. Veröffentlichen Sie dazu eine Story mit allen Informationen, die ein Impressum enthalten muss. Achten Sie an dieser Stelle darauf, dass wirklich alle geforderten Informationen enthalten sind. Die Story mit dem geposteten Impressum pinnen Sie nun in Ihre Highlights. Ganz wichtig: Die Unterschrift des Highlights muss „Impressum“ lauten und direkt ersichtlich sein, wenn ein User Ihr Instagram-Profil besucht. Aber beachten Sie: Falls Sie mehr als vier verschiedenen Highlights auf Ihrem Profil haben, rutschen die zuletzt bearbeiteten Highlights nach hinten und sind erst ersichtlich, wenn man die Highlights nach links schiebt. Somit ist Ihr Highlight mit dem Impressum womöglich nicht mehr auf den ersten Blick erkennbar und Sie können deswegen abgemahnt werden. Ein Vorteil dieser Möglichkeit liegt darin, dass man den klickbaren Link für andere Dinge nutzen kann, wie zum Beispiel, um auf die eigene Website zu verweisen und darüber Käufe oder Aufträge zu generieren. Später können Sie in Ihren Insights (Statistiken) sehen, wie viele Personen auf den Link geklickt haben.

#6 Instagram als Unternehmensprofil

Um das Beste aus Ihrem Profil herauszuholen, sollten Sie es in ein Unternehmensprofil umwandeln. Am empfehlenswertesten ist dieser Schritt, nach dem man alle oberen Punkte abgearbeitet hat. Sie können Ihr Profil allerdings auch erst zu einem späteren Zeitpunkt umstellen. Selbstverständlich kann man ein Unternehmensprofil auch jeder Zeit wieder in ein normales Profil umwandeln. Die Liste der Vorteile eines Unternehmensprofils ist lang. Die wichtigsten sind allerdings:

1. Unter Ihrem Profilbild wird angezeigt, dass Sie ein Unternehmen sind. Der Vorteil ist, Profilbesucher sehen die Unterschrift auf den ersten Blick und nehmen Ihre Firma seriöser wahr.

2. Sie bekommen Einblicke in Ihre Insights. Insights sind Statistiken, die Instagram über Ihr Profil erstellt. Zum Beispiel können Sie an dieser Stelle sehen, wie viele Follower Sie diese Woche gewonnen haben oder ob die Anzahl sich verringert hat. Zudem sehen Sie, wo Ihre Abonnenten herkommen, wie alt sie sind und welches Geschlecht sie haben. All diese Fakten sind sehr relevant, wenn Sie mehr über Ihre Zielgruppe erfahren möchten. Das wohl beste ist allerdings, dass Instagram anzeigt, an welchen Tagen und um welche Uhrzeit die Follower am aktivsten sind. Diese Informationen sollte man nutzen, wenn man seine Beiträge posten möchte, denn es wäre ja schade, wenn die Mühe, einen schönen, aussagekräftigen Post zu erstellen, umsonst gewesen wäre und er in der Versenkung verschwindet, nur weil zu diesem Zeitpunkt keiner Ihrer Abonnenten aktiv war. (An dieser Stelle würden alle anderen Bilder passen)

3. Sie können Ihre Beiträge bewerben. Diese Funktion kostet allerdings Geld. In manchen Situationen ist das Promoten von eigenen Beiträgen eine Überlegung wert. Vor allem, wenn Sie irgendwelche Aktionen am Laufen haben und möchten, dass möglichst viele Menschen von der Aktion erfahren, können Sie den dazugehörigen Beitrag für ein paar Euro von Instagram bewerben lassen.

Eine Anleitung wie man Instagram auf ein Unternehmensprofil umstellt und wie man seine Biografie ändern kann, finden Sie in unten stehendem Video.

Fazit:

Die Relevanz von Instagram als mobile Visitenkarte lässt sich nicht leugnen. Gerade um eine jüngere Zielgruppe anzusprechen, führt kein Weg an dem sozialen Netzwerk mehr vorbei. Wenn Sie die oben beschriebenen Schritte beachten, haben Sie einen guten Start für ein erfolgreiches Instagram-Profil. In unserem nächsten Beitrag werden Sie erfahren, wie Sie erste Beiträge veröffentlichen können und was dabei alles zu beachten ist, um Instagrams Algorithmus zum eigenen Vorteil zu nutzen.

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